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Hausboot Canada

Hausboot-Trip von Ottawa nach Kingston durch 47 Schleusen

Smith Falls /  Den Rideau-Kanal in Kanada kann man per Hausboot erkunden. Er führt von der Hauptstadt Ottawa bis Kingston, der Stadt am Ontario-See.

„Leinen los“, ertönt meine Stimme energisch. „Leinen los“ – was verbinden wir mit dem Kommando? Das Verlassen alter Welten zum Beispiel, den Aufbruch zu neuen Ufern. Während ich mich gedanklich in Pathos übe, holen mich die Stimmen der Mannschaft in die Realität zurück. „Leinen sind los“, schallt es in doppelter Ausführung vom unteren Deck zu mir hinauf.

Schluss mit Träumen, jetzt ist volle Konzentration gefragt. Immerhin gilt es, ein Hausboot behutsam und ohne Beschädigung von der Schleusenwand zu lösen und ­hinauszumanövrieren auf den See, der sich hinter der Schleuse auftut. Als ­Kapitän habe ich die Verantwortung.

Vorsichtig betätige ich die Seitenstrahlruder, die für Bug und Heck getrennt eingesetzt werden können. Das fahrbare Zuhause gleitet kontrolliert Zentimeter um Zentimeter in die Mitte des Kanals. Jetzt behutsam den Gashebel vorschieben. Das Boot bekommt Vortrieb, die fast 200 Jahre alten Steinquader an den Wänden links und rechts ziehen langsam vorbei. Ein letzter Gruß an den freundlich winkenden Schleusenwärter, dann ist es geschafft. War gar nicht so schwierig, mein allererstes Ablegen als Kapitän eines Hausbootes.

Hausbootfahren in Kanada, genauer gesagt in Ontario, noch genauer auf dem Rideau-Kanal zwischen Ottawa und Kingston, ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art – der vielfältigen erst recht. Die Stunden im Führerstand sind aufregend, lassen einem das Adrenalin durch den Körper schießen und Glücksgefühle erleben, wenn wieder eine Etappe gemeistert ist. Dazu die Landschaft im ­Osten Kanadas, die mit immer neuen Facetten aufwartet.